Hunger in der Wüste, austrocknende Seen
Voranschreitende Wüstenbildung Mit dem Anstieg der erdnahen Durchschnittstemperatur schreitet die Wüstenbildung in Gebieten immer weiter voran, die weit von den arktischen Regionen entfernt sind und die einst Landwirtschaft betreiben konnten. Die schlimmsten Auswirkungen zeigen sich in Westafrika, insbesondere in den subsaharischen Regionen. Niederschläge werden hier immer seltener, manchmal fällt über mehrere Jahre kein Regen mehr. Der ohnehin schon ausgetrocknete Boden kann nicht mehr bewirtschaftet werden. Viele der betroffenen Länder sind selbst nicht in der Lage, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.


Doch die voranschreitende Wüstenbildung betrifft nicht nur die afrikanischen Länder. Schätzungen zufolge wirkt sich dieser Prozess bereits auf bis zu 50% der gesamten Erdoberfläche aus (siehe Karte mit den unterschiedlichen Gefährdungsstufen), was bereits auch an der Mittelmeerküste spürbar wird. Länder wie Israel oder Griechenland kämpfen bereits heute mit der Wasserknappheit. Ein einzelnes Land ist nicht mehr in der Lage, dieses Problem zu lösen.

Die Weltbevölkerung wächst und damit auch der Wasserbedarf. Wasserknappheit wird also zunehmend zur Bedrohung, da der Bedarf bereits die Vorräte übersteigt. In einigen Gebieten wird dies zusätzlich verstärkt durch Konflikte, wer das Recht auf die Wassernutzung aus bestimmten Seen oder Flüssen besitzt. Oftmals bilden Flüsse die Grenzlinie zwischen zwei Staaten oder ein Fluss fließt von einem Land ins andere. Konflikte entstehen hier um die Frage, wer die Wasserhoheit in diesen Fällen besitzt. Wenn ein stromaufwärts gelegenes Land die Wasserzufuhr stoppt, um eigene Reserven anzulegen – was passiert dann mit der Wasserversorgung der nachfolgenden Länder?

Der Aralsee trocknet aus

Der Aralsee ist ein Binnensee in Zentralasien zwischen Kasachstan und Usbekistan. Vor 50 Jahren, als das Gebiet noch zur Sowjetunion gehörte, wurden die Zuflüsse umgeleitet, um die Landwirtschaft voranzutreiben. Dadurch reduzierte sich der Wasserzufluss und der See begann zu schrumpfen, da weniger Wasser in den See floss, als durch Verdunstung verlorenging.


Heute hat der See nicht einmal mehr ein Viertel seiner Fläche aus den 1960er Jahren. In 15 bis 20 Jahren könnte er komplett verschwunden sein. Das Problem begann mit der Umleitung der Flüsse, doch durch die globale Erwärmung fallen weniger Niederschläge und gleichzeitig verdunstet mehr Wasser, was die Austrocknung zusätzlich beschleunigt. In erster Linie ist es jedoch der Mensch und sein Umgang mit den natürlichen Ressourcen, die zum Verschwinden des Aralsees führen.
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Nehmt die Herausforderung an!
Denkanstöße zur voranschreitenden Wüstenbildung:
Wie würdet ihr einen Konflikt über die Wasservorräte zwischen verschiedenen Ländern lösen?
Wie würde sich Wasserknappheit auf Ihre eigene Lebensumgebung auswirken?
Was können wir selbst tun, um den Wasserverbrauch im eigenen Haushalt bzw. in der Gesellschaft zu reduzieren?
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