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Die Erde erwärmt sich. Im letzten Jahrhundert ist die erdnahe Durchschnittstemperatur um etwa 0,6°C angestiegen – dies ist der höchste Temperaturanstieg innerhalb eines Jahrhunderts während der letzten 1000 Jahre. (siehe United Nations Environment Programme United Nations Environment Programme).
Kleine Temperaturabweichungen innerhalb verschiedener Jahre sind ein natürliches Phänomen. Die Mehrzahl der Wissenschaftler geht aber davon aus, dass der schnelle Temperaturanstieg innerhalb der letzten Jahre, vor allem auf der industrialisierten Nordhalbkugel, insbesondere auf den Einfluss des Menschen zurückzuführen ist.
Aber warum erwärmt sich die Erde?
Die erdnahe Durchschnittstemperatur in der Atmosphäre wird durch verschiedene Vorgänge in der Natur konstant gehalten. Sonnenenergie wird von der Erde absorbiert und ein Teil davon hält den Planeten warm und lässt Leben gedeihen. Ein großer Teil dieser Energie wird aber ungerichtet von der Erdoberfläche und den Gasen in der Atmosphäre wieder abgestrahlt und entweicht ins All. Dadurch bleibt die erdnahe Temperatur konstant und zwischen der Erdoberfläche und den untersten Temperaturschichten herrscht ein Gleichgewicht.
Wenn durch den Einfluss des Menschen weniger Energie abgestrahlt wird, steigt die Oberflächentemperatur der Erde an, bis sich das Gleichgewicht auf einem höheren Temperaturniveau wieder einpendelt – die Durchschnittstemperatur der Erde steigt.
Das Problem dabei ist: Schon ein geringer Temperaturanstieg von 1 oder 2°C hat immense Auswirkungen auf unseren Planeten. Weideland wird zu Wüstengebiet, das Zusammenspiel von Wind, Wellengang und Meeresströmungen kann sich verändern und die Eisberge schmelzen.
Insbesondere die Eisschmelze ist ein Problem. Die Sonnenenergie, die auf die Erde auftrifft, wird nicht komplett absorbiert. Ein großer Teil davon wird wieder abgestrahlt. Wenn die Schnee- und Eisgebiete auf der Erde großflächig schmelzen, sinkt das Rückstrahlvermögen (Albedo) der Erde. Dadurch wird noch mehr Sonnenstrahlung absorbiert – die Temperatur steigt zusätzlich an. Der daraus entstehende Teufelskreis liegt auf der Hand: der Temperaturanstieg lässt das Eis noch schneller schmelzen und somit beginnt dieser Kreislauf wieder von vorn.
Die Regierungen sind sich heute der Folgen durch die globale Erwärmung bewusst und in vielen Ländern steht dieses Problem an erster Stelle der politischen Agenda. Die Warnungen vieler Wissenschaftler, dass uns die Zeit davon läuft, werden immer dringender.
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